Soft-Commodities: Bei den Soft-Commodities scheint sich die Berg- und Talfahrt fortzusetzen. Während sich Baumwolle und Kaffee in der Vorwoche erholt hatten, gaben sie in dieser Woche wieder nach, obwohl beide fundamental nach wie vor gut aussehen. Käufer halten sich zurück, während Anlagefonds ihre Positionen - in allerdings geringem Umfang - zu konsolidieren suchen. Die Wetternachrichten bleiben bisher ohne Überraschungen, so dass die abwartende Haltung verständlich ist. Dagegen stieg Mais ohne wesentliche Neuigkeiten. Bei Soja gab es zumindest Anzeichen für eine Erhöhung der asiatischen Nachfrage. Weizen blieb ohne Neuigkeiten nahezu unverändert. Orangensaft erholte sich, nachdem der Markt als stark überverkauft galt. Einen deutlichen Preiseinbruch erlitt Schweinefleisch. Dies wird auf saisonale Produktionserhöhungen der Schlachtereien zurückgeführt. Obwohl die Anzahl der geschlachteten Tiere im Jahresvergleich sogar zurückging, erhöhte sich die Produktion, da das Gewicht pro Tier wegen der niedrigen Futtermittelpreise deutlich zunahm. In den Sommermonaten wird jedoch mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage gerechnet, so dass sich die Preise wieder erholen sollten. Die Preise für Rindfleisch veränderten sich kaum. Allerdings zeigt sich der Markt eher als überkauft, zumal auch das Angebot deutlich steigen scheint.

Quelle: Rohstoff-Report Ausgabe 24