New York/ London (BoerseGo.de) - Die US-Rohölsorte WTI hat zuletzt eine Outperformance an den Tag gelegt. Am Freitag testete WTI die Marke von 109,00 US-Dollar für das Barrel. Am Montag tendiert WTI wieder leichter bei 107,76 US-Dollar. Zwischenzeitlich hatte sich gar die Lücke zwischen WTI und der Nordseesorte Brent geschlossen, als WTI und Brent jeweils über 109,00 US-Dollar notierten.

    Günstige saisonale Faktoren wie die Aufstockung der Raffineriekapazitäten in den Sommermonaten unterstützen die Ölmärkte. Auch Hedgefonds sind mittlerweile auf den Zug aufgespriungen und spekulieren auf einen steigenden WTI-Preis. Zudem stützt der gefallene Dollarkurs die Ölpreise. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger.

    Die Rohstoffanalysten der Crédit Suisse sind der Meinung, WTI habe auch von der Verbesserung der Infrastruktur und der dadurch gestiegenen Transportkapazitäten profitiert. „Trotz des aus fundamentaler Sicht unterstützenden Hintergrunds könnte sich eine allzu lange Fortsetzung der Erholung als schwierig erweisen, da unser Bewertungsmodell nun auf leicht überbeanspruchte Preisniveaus deutet“, heißt es aber einschränkend im Ausblick der Schweizer Experten.