Zürich (BoerseGo.de) - Der Zinkmarkt hat seine relative Widerstandsfähigkeit im Vergleich zu den anderen Metallen ausgebaut, in den letzten Wochen stabilisierte sich der Preis oberhalb von 1.800 US-Dollar je Tonne. „Da wir Zink für nahezu voll bewertet halten, erwarten wir nur geringe Preisbewegungen in den kommenden Monaten, denn die Dynamik bei Angebot und Nachfrage sowie die technischen Werte sind schwach“, wie die Analysten der Credit Suisse im aktuellen „Research Monthly – Commodities“ schreiben.

    Obwohl die Hauptabnehmer von Zink, wie die Produzenten von galvanisiertem Stahl, in den letzten Monaten konstante Produktionsvolumen vorgewiesen hätten (ohne entsprechend stabilen Endverbraucherbedarf), habe die Zinkproduktion Schritt halten können und wachse beständig weiter. Als Folge sei der Bestandsrückgang an den Börsen in jüngster Zeit ins Stocken geraten. Die für 2014 vorgesehenen Änderungen der LME-Lagerregelungen könnten den Zinkmarkt beeinflussen, da kürzere Lieferzeiten und niedrigere physische Prämien Produzenten zu aggressiveren Produktionssenkungen zwingen könnten, wenn der Angebotsüberhang weiter steige. Derzeit werde der Markt durch eine stabile chinesische Importnachfrage unterstützt, gefördert durch die günstigen Preisunterschiede zwischen Shanghai und London, heißt es weiter.

    „Insgesamt halten wir angesichts des gemischten Hinter-grunds eine neutrale fundamentale Einschätzung für gerecht-fertigt. Die Charttechnik hat sich in letzter Zeit verbessert, liefert bisher aber noch keine starken direktionalen Signale. Den Ausblick beurteilen wir daher weiterhin neutral“, so die Credit-Suisse-Analysten.