Liebe Leserinnen und Leser,

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    Mario Draghi hat heute Vormittag auf dem EZB-Symposium in Sintra angedeutet, die ohnehin ultraexpansive EZB-Geldpolitik der vergangenen Jahre möglicherweise erneut lockern zu wollen. Erst verpasst er in den vergangenen – gut gelaufenen Jahren – den Zeitpunkt, die Geldpolitik moderat zu normalisieren und nun will er erneut den Geldhahn aufdrehen. Man ist geneigt zu sagen: „Zum Glück ist er in ein paar Monaten weg!“.Die Bullen im deutschen Börsenbarometer nehmen diese Einladung vom EZB-Chef natürlich dankend an. Zuvor war das deutsche Börsenbarometer in der ersten Handelsstunde unter die 12.000 Punkte-Marke gefallen. Die Draghische Rettung kam in letzter Sekunde für die Bullen. Der realwirtschaftliche Nutzen weiterer Zinssenkungen ist absolut nicht erkennbar. Banken müssen aktuell einen Strafzins von 0,4 % zahlen bei der EZB. Negative Zinsen sind in absoluten Notsituationen durchaus vertretbar. Allerdings befinden wir uns in Europa aktuell mit Sicherheit NICHT in einer aktuellen Notsituation. Die ultraexpansive Geldpolitik unter Draghi hat extreme makroökonomische Ungleichgewichte kreiert. Die Quittung wird aber nicht Draghi bekommen sondern erst sein Nachfolger: Draghi`s Amtszeit geht im Herbst zu Ende.

    Viel Spaß bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe wünscht Ihr

    Ihr Henry Philippson

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