Liebe Leserinnen und Leser,

    gestern hat die Fed mit der Beibehaltung des Zinsniveaus für Abgabedruck beim Goldpreis gesorgt, während die Aktienmärkte zumindest kurzfristig nochmals fröhlich Party feierten. Das hat sich zwar am heutigen Tag mittlerweile leicht gewandelt, doch im Vergleich zu den Rohstoffpreisen sind die Kurse der Unternehmensanteile immer noch meilenweit von einer Krise entfernt. Die Rohstoffe haben dagegen mit einer negativen, flächendeckenden Gemengelage zu tun, die sich mittlerweile auch auf produzierende und verarbeitende Unternehmen ausweitet: Sinkende Nachfrage bei den großen Abnehmerländern wie China, starker USD-Dollar und Überkapazitäten in der Produktion.

    Edel- und Industriemetalle haben, nach den teils starken Erholungsbewegungen im August und September, in den letzten Wochen stark an Dynamik eingebüsst und stehen bisweilen an wichtigen Kursmarken, die es jetzt zu verteidigen gilt. Insbesondere bei Gold, Palladium und Platin sind die Käufer jetzt gefordert. Aber auch Aluminium oder Kupfer sind unter Druck. Vom Ölpreis ganz zu schweigen. Der einzige „Lichtblick“: Der stark steigende Zuckerpreis. Doch hier ist eine der möglichen Ursachen eine negative: Man befürchtet Angebotsverknappungen aufgrund eines in diesem Winter besonders heftigen El Niño. Hoffen wir im Sinne Südamerikas, dass es doch nicht so heftig kommt.

    Ihr Thomas May

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