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in jüngster Zeit stand vor allem die Entwicklung der US-Kapitalmarktzinsen im Fokus an den Finanzmärkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasurys zog im Schlepptau starker US-Konjunkturdaten auf über 3,10 Prozent - das ist der höchste Stand seit dem Jahr 2011. Zugleich haben sich die Inflationsrisiken leicht verstärkt, wozu auch der höhere Ölpreis beiträgt. Die Marktteilnehmer befürchten inzwischen, dass eine Fortsetzung des Aufwärtstrends die US-Notenbank perspektivisch doch veranlassen könnte, über eine Verschärfung ihres Straffungskurses nachzudenken.

Dass der Goldpreis angesichts der steigenden Anleiherenditen nun auf ein Jahrestief stürzte, ist kein Zufall. Die Erwartung einer Phase steigender Zinsen hat viele Anleger wohl vorsichtig sein lassen, in das zinslose Gold zu investieren. Hinzu tritt das Comeback des Dollars. Der Greenback ist seit Mitte April im Aufwind, was den Golderwerb außerhalb des Dollarraums künstlich verteuert und damit die Nachfrage schmälert. Dollar und Zinsen scheinen den Goldpreis derzeit fest zu umklammern.

Ihr Bernd Lammert

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