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das an diesem Wochenende stattfindende Symposium im US-amerikanischen Jackson Hole bringt die Geldpolitik zurück auf den Radarschirm der Anleger. Die Finanzmärkte haben sich mittlerweile damit „abgefunden“, dass die Notenbanken regelmäßig eingreifen, wenn es zu konjunkturellen und anderweitigen Turbulenzen kommt, um mit niedrigeren Zinsen und einem Ausweiten der Geldmenge Einfluss auszuüben. Diese neue Variante der Geldpolitik, die als Reaktion auf das Platzen des „New Economy“-Booms Anfang des Jahrtausends einsetzte, hat auch zu enormen Auswirkungen am Rohstoffmarkt, speziell bei den Edelmetallen geführt.

Der Goldpreis in Dollar hatte bereits 2001 mit der Neuausrichtung der Geldpolitik begonnen zu steigen. Anfang 2001 lag er noch bei rund 250 Dollar je Feinunze, derzeit notiert Gold bei etwa 1.285 Dollar. Der Goldpreisanstieg ging einher mit einem beispiellosen Rückgang bei den Marktzinsen, für die die Geldpolitik maßgeblich mit verantwortlich war. Ein schneller Wandel hin zu einer Rückabwicklung ist unwahrscheinlich. Das Wirtschafts- und Finanzsystem ist förmlich abhängig von den niedrigen Zinsniveaus. Dadurch wiederum bleibt Gold in seiner Funktion als Absicherung attraktiv.

Ihr Bernd Lammert

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