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am Ölmarkt haben sich die Preise in den vergangenen Tagen in einer engen Handelsspanne bei etwa 65 US-Dollar/Barrel bewegt. Dabei wiesen die Notierungen, und auch andere Rohstoffe wie die Edelmetalle, eine sehr hohe Dollar-Sensitivität auf. Wertete der US-Dollar auf, gaben und geben die Ölpreise nach und umgekehrt. Die Öl-US-Dollar-Korrelation erreichte beispielsweise zuletzt den höchsten Stand seit der 2014. Die Daumenregel lautet: Ein steigender Ölpreis geht mit einem schwächeren Dollar einher. Sinken die Öl-Notierungen, steigt der Außenwert des Greenback.

Wer also in Rohstoffe investiert, muss daher auf das Gefüge von Währung und Rohstoffpreisen achten. Sonst können Gewinne aus dem Öl leicht durch Verluste aus der Devise aufgezehrt werden. Laut Berechnungen der Europäischen Notenbank aus dem Jahr 2016 führt ein 10 Prozent höherer Ölpreis im Schnitt zu einer Dollarabwertung um 0,3 Prozent. Es geht also knapp ein Drittel der Gewinne über die Währung verloren. Nutzt der Anleger Rohöl als Schutz gegen Dollarabwertungen sieht es günstiger aus: Laut EZB führt eine Dollarabwertung um 1 Prozent zu einem Anstieg des Ölpreises um 0,73 Prozent.

Ihr Bernd Lammert

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