Liebe Leserinnen und Leser,

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weltweit haben die Bären das Kommando an den Aktienmärkten übernommen. Mit dem US-Markt ist auch die bisher letzte "Insel der Stärke" ins Bärenlager gewechselt. Der breite US-Aktienindex S&P 500 hat seit Anfang Oktober mehr als 10 Prozentpunkte verloren und befindet sich damit auch offiziell in einer Korrektur. An den meisten anderen Aktienmärkten weltweit ist die Tendenz schon deutlich länger abwärtsgerichtet, auch am deutschen Aktienmarkt. Allerdings haben zu Beginn der neuen Woche gleich mehrere politische Weichenstellungen die Märkte zumindest zeitweise beflügelt: In China will die Regierung der schwächelnden Nachfrage auf dem Automarkt mit Steuersenkungen beim Pkw-Kauf entgegenwirken. In Brasilien hat der wirtschaftsfreundliche Rechtspopulist Jair Bolsonaro, der trotz seiner teilweise rechtsextremen Positionen als Favorit der Finanzmärkte galt, die Präsidentschaftswahl gewonnen. Und in Deutschland hat Angela Merkel ihren schrittweisen Rückzug aus der Politik angekündigt: Im Dezember kandidiert Merkel nicht wieder für den CDU-Vorsitz. Nach dem Ende der Legislaturperiode 2021 will Merkel auch das Amt der Bundeskanzlerin abgeben und sich ganz aus der Politik zurückziehen. All diese Faktoren werden die Stimmung aber kaum dauerhaft stützen. Anleger sollten sich stets die bereits ziemlich angestaubte, aber doch meist zutreffende Börsenweisheit vor Augen halten: "Politische Börsen haben kurze Beine". Es bleibt aber extrem spannend in den kommenden Wochen. Denn ausgerechnet jetzt beginnt die saisonal stärkste Phase des Börsenjahres. Kommt es doch noch zu einer Jahresendrally? Oder ist nach den Kursverlusten der Vorwochen einfach zu viel Porzellan vernichtet worden, um jetzt eine kräftige Erholung einzuleiten? Sicher ist: Die kommenden Wochen können für Trader und aktive Anleger, die sich frühzeitig richtig positionieren, sehr profitabel werden.

Viel Erfolg bei Ihren Trading- und Anlageentscheidungen!

Ihr Oliver Baron

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