Liebe Leserinnen und Leser,

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an den Aktienmärkten ist wieder die Hölle los. Die Kurse an den US-Börsen brachen am Montag so stark ein wie noch nie in diesem Jahr. Der Dow Jones Industrial Average verbuchte ein Minus von 2,90 Prozent, der S&P 500 verlor 2,98 Prozent und der Nasdaq 100 mit den Technologieschwergewichten büßte sogar 3,60 Prozent ein. Die dramatischen Kursverluste waren aber nur die Spitze des Eisbergs, schließen sinken die Kurse bereits seit Tagen.

Was steckt hinter dem Börsenbeben? Neben Zins- und Konjunktursorgen belastet insbesondere der Handelsstreit zwischen den USA und China die Stimmung. Nachdem Trump am vergangenen Donnerstag neue Zölle auf 300 Milliarden Dollar an chinesischen Waren angekündigt hatte, reagierte China zu Wochenbeginn mit einer drastischen Abwertung der eigenen Währung. Der Streit droht immer stärker auch die ohnehin schon angeschlagene Weltkonjunktur zu belasten.

Viele Börsianer befürchten zudem, dass die Notenbanken nicht schnell genug auf die sich abzeichnende Konjunktureintrübung reagieren und die Geldpolitik nicht schnell genug lockern. Nach der Europäischen Zentralbank (EZB) vor zwei Wochen enttäuschte in der vergangenen Woche auch die US-Notenbank mit ihrem Zinsentscheid die Märkte. Zwar wurde der Leitzins wie erwartet zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2008 wieder gesenkt. Fed-Chef Jerome Powell ließ aber gleichzeitig offen, wie viele weitere Zinssenkungen es geben wird und wollte die aktuelle Zinssenkung nicht als Beginn eines längeren Zyklus von Zinssenkungen sehen.

Von der Unsicherheit an den Aktienmärkten profitieren andere Anlageklassen. Zu den Gewinnern gehört neben Staatsanleihen auch Gold. Wie es mit dem Edelmetall weitergeht, erfahren Sie im Interview mit Jörg Scherer auf S. xx in dieser Ausgabe.

Viel Spaß bei der Lektüre und viel Erfolg bei Ihren Anlageentscheidungen!

Ihr Oliver Baron

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