Liebe Leser,

Eines der heißesten Trendthemen an den Kapitalmärkten derzeit sind die Krypto-Währungen.

ANZEIGE

Alleine der Bitcon bringt es aktuell auf einen Marktwert von bald 60 Mrd. USD. Das ist schon enorm, wenn man bedenkt, dass es sich bei einem Bitcoin letztlich um digitale Rechenergebnisse handelt, die keine real existierende Deckung besitzen.

Das Argument mit der fehlenden Deckung kann man natürlich erst recht beim "normalen" Geld bringen. Aber Euro, US-Dollar und Co sind immerhin gesetzliche Zahlungsmittel. Jeder Händler ist verpflichtet, diese anzunehmen.

Obwohl die Krypto-Währungen als alternative Zahlungsmittel konzipiert sind, spielt dieser Aspekt in der Realität so gut wie keine Rolle. Warum auch? Wozu sollte man irgendeine Ware oder Dienstleistung mit Bitcoin bezahlen. Es ist ja nicht so, dass die bisherigen Methoden problematisch wären. Und wer hat schon Lust, immer erst den Wechselkurs zu checken? Bei der extremem Volatilität ist das aber ein Muss.

Vielleicht war die fehlende Verankerung in der Realwirtschaft der Hauptgrund dafür, dass die Zentralbanken dem Treiben bisher äußerst passiv zugesehen haben. Ansonsten hätten sie allen Grund zur Intervention. Denn in dem Maße, in dem eine alternative Währung auch als Zahlungsmittel dient/dienen kann, ist ganz eindeutig die Interessensphäre von EZB, Fed und Co tangiert. Was ist denn das "Mining" von Bitcoin anderes als Geldschöpfung, insoweit Bitcoin ein Zahlungsmittel ist?

Diese Diskussion wird sich m.E. bald intensivieren. Was die Zukunft der bisherigen Krypto-Währungen angeht, bin ich mir daher sehr unsicher.

Sicher aber erscheint, dass die neuen Technologien in diesem Zusammenhang nicht mehr wegzudenken sind. Die Blockchain wird bleiben, ihren Siegeszug durch viele Bereiche antreten und dabei auch einige etablierte Berufe angreifen (Denken Sie z.B. an die Rolle des Notars beim Grundstückskauf!)

Ihr

Daniel Kühn

Aktivieren Sie JavaScript oder installieren Sie einen aktuellen Browser, um die Newsletter-Funktion nutzen zu können.