Liebe Leserinnen und Leser,

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hatten die Anleger bisher nur Angst vor einem Handelskrieg, ist spätestens seit der letzten Woche auch die Gefahr realer kriegerischer Auseinandersetungen westlicher Länder gestiegen. Mit ihrem Angriff auf Syrien haben die USA, Großbritannien und Frankreich für einen neuen Unsicherheitsfaktor im Nahen Osten sowie an den Finanzmärkten gesorgt. Allerdings - und das ist der Silberstreifen am Horizont - scheint eine direkte militärische Auseinandersetzung zwischen dem Westen und Russland trotz allem nicht zu drohen. Aber auch ohne diese Gefahr fühlt sich der Markt derzeit an wie ein Minenfeld. Der Handelskonflikt zwischen den USA und dem Rest der Welt ist keineswegs ausgeräumt und auch die Angst vor steigenden Zinsen hängt weiter wie ein Damoklesschwert über dem Markt.

Was kann der Anleger tun? Das Einfachste dürfte es sein, sich auf eine alte Börsenweisheit zu besinnen, die zwar abgedroschen klingt, sich aber wieder und wieder bewahrheitet hat: Politische Börsen haben kurze Beine. In der Regel haben politische Umwälzungen nämlich auf die Gewinnaussichten der Unternehmen und damit auf die Börsen einen viel geringeren Einfluss, als gemeinhin angenommen wird. Anleger sind also gut beraten, einen kühlen Kopf zu bewahren und genau zu prüfen, welche Schlagzeilen tatsächlich börsenrelevant sind und welche nicht.

Ihr Oliver Baron

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